Fragen des Monats - 2008
Dezember 2008
Wer hat den Namen "Gen" erfunden?
Johannsen, der von 1857 bis 1927 lebte. Durch seine Arbeiten mit Bohnen fand er heraus, dass die vererbbaren Merkmale von gewissen "Elementen" im Innern der Zelle bestimmt werden. Johannsen gab diesen "Elementen" im Jahre 1909 den Namen "Gene".
November 2008
Wieso gehören Nabelschnurblutzellen zu den adulten und nicht zu den embryonalen Stammzellen?
"Adult" bedeutet "erwachsen". Bei adulten Stammzellen handelt es sich aber nicht nur um Stammzellen, die man im Körper von Erwachsenen findet. Die Zellen des Knochenmarks beispielsweise, welche die adulten Stammzellen des Blutes sind, gibt es auch bei Kindern. Im Gegensatz zu den embryonalen Stammzellen bilden sich aus adulten Stammzellen nur Zellen eines bestimmten Gewebetyps, zum Beispiel Blutoder Hautzellen. Auch aus den Stammzellen im Nabelschnurblut können sich nicht alle Zelltypen bilden. Deshalb zählt man sie zu den adulten Stammzellen.
Oktober 2008
Warum haben Giraffen so einen langen Hals?
Es ist nicht so, dass die Tiere sich immer mehr gestreckt haben um die zarten obersten Blätter eines Baumes zu erwischen und dann ihre überdehnten Hälse an die jungen Giraffen vererbt haben. Im Laufe des Lebens erworbene Eigenschaften kann man nicht über die Gene weitervererben. Vielmehr ist so, dass es in einer Gruppe von Giraffen immer auch solche gab, die etwas längere Hälse hatten als andere, so wie es grössere und kleinere Menschen gibt, da es verschiedene Gen-Varianten für die Körpergrösse gibt. Diese Tiere haben das zarte Futter ganz oben in den Bäumen erwischt, das vielleicht mehr Vitamine hatte. Dadurch waren diese Tiere besser genährt und weniger anfällig für Krankheiten. Sie konnten daher schneller rennen und wurden seltener von einem Löwen erwischt. Dadurch hatten diese Giraffen im Schnitt mehr Junge. Da sie diesen Jungen ihre Gene vererbten, waren diese im Schnitt grösser. Es gab allmählich einen Rutsch der Gen-Varianten hin zu denjenigen für lange Hälse.
